Beste Reisezeit, Höhenwetter und Anreise über die A12
Das Zillertal ist für Motorradfahrer eine ausgesprochene Sommer- und Frühherbst-Region. Die Hochstraßen-Saison läuft grob von Mai bis Anfang November – die Zillertaler Höhenstraße öffnet je nach Schneelage etwa ab Mitte/Ende Mai, die Schlegeis Alpenstraße fährt eine ähnliche Saison, die Gerlos Alpenstraße ist als einzige ganzjährig offen. Das Optimum liegt zwischen Juni und September: Dann sind alle Mautstraßen offen, die Tage lang und die Strecken in Bestform. Anfang September ist oft besonders stabil und ruhig, wenn der Hauptandrang des Hochsommers nachlässt.

Der stabilste Monat ist statistisch der Juli mit Tageshöchstwerten um 25 Grad im Tal, Juni und August sind fast gleichwertig. In den Höhenlagen bleibt es deutlich kühler – rund sieben Grad pro tausend Höhenmeter weniger –, was die Bergstrecken im Hochsommer angenehm fahrbar macht. Im Hochsommer ziehen am Nachmittag gern Wärmegewitter auf; die Mautstraßen fährt man deshalb am besten vormittags, wenn die Luft noch klar ist und die Aussicht am weitesten reicht.
Die Anreise aus Deutschland führt am direktesten über die Inntalautobahn. Von München über Kufstein auf die A12 Inntalautobahn, dort an der Ausfahrt Wiesing (beschildert auch als Wiesing-Achensee/Zillertal) abfahren und über die B169 ins Tal. Von dort erschließt die gut ausgebaute Talstraße das Haupttal bis Mayrhofen, ehe die mautpflichtigen Stichstraßen in die Seitentäler abzweigen. Für die Autobahn-Etappen in Österreich braucht man die Motorrad-Vignette; an die Bargeld-Maut der Höhenstraßen denkt man am besten schon beim letzten Tankstopp im Tal.