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Zillertal

Motorradtouren im Zillertal

Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.

Touren aus dem M&R-Tourenportal

Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Oberbayerischen Seen und Salzburger Land
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Großer Ahornboden
226 km

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Rund um die Zugspitze - Tolle Achterbahnfahrt

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Mangfallgebirge

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Zillertaler Höhenstraße - Alpentour mit Insiderstrecken

Zillertaler Höhenstraße - Alpentour mit Insiderstrecken

Einfach grandiose Traumaussichten, viele einsame Sträßchen und Kurven, die fast die ganze Tour zur Schräglage werden lassen, das sind die Zutaten für ein ganz großes Motorradabenteuer. Gehen wir es also an!

Alle 6 Zillertal-Touren mit Karte und GPX-Track im Tourenportal von Motorrad & Reisen.Motorradtouren im Zillertal mit GPX-Tracks
Strecke

Strecken-Achsen und Bikertreffs im Zillertal

Die Hauptachsen

Zillertaler Höhenstraße (bis 2.020 m). Die Panorama-Hauptachse der Region: eine stark kurvige Serpentinenstraße auf der Westseite des Tals, die über mehrere mautpflichtige Zufahrten erschlossen wird und bis zum Melchboden auf rund 2.020 Meter führt. Der Asphalt ist gepflegt, die Steigungen liegen im Mittel um zehn Prozent, einzelne Rampen erreichen rund 17 Prozent. Die Maut beträgt für ein Motorrad 7 Euro als Tagesticket – Achtung, nur Barzahlung. Die Straße ist im Winter gesperrt und öffnet je nach Schneelage etwa ab Mitte/Ende Mai bis in den frühen November.

Schlegeis Alpenstraße (1.782 m). Von Mayrhofen durchs Zemmtal hinauf zum türkisblauen Schlegeis-Stausee: 13,3 Kilometer mit acht Kehren und vier in den Fels geschlagenen Natursteintunneln, dazu ein ampelgeregelter einspuriger Abschnitt. Die Mautstelle verlangt für ein Motorrad 16 Euro, ebenfalls nur in bar. Oben wartet die 131 Meter hohe Staumauer mit 725 Metern Kronenlänge. Saison etwa von Ende Mai bis Anfang November.

Gerlos Alpenstraße (Scheitel rund 1.630 m). Die mautpflichtige Panoramastraße verbindet das obere Zillertal bei Gerlos über den Gerlospass mit dem Salzburger Pinzgau. Rund zwölf Kilometer mit acht Kehren, ganzjährig befahrbar, Motorrad-Tagesticket rund 9,50 Euro. Vom Aussichtspunkt „Biker's Point" fällt der Blick direkt hinüber zu den Krimmler Wasserfällen – ein Pflicht-Fotostopp.

Tuxertal nach Hintertux. Das rund 13 Kilometer lange Seitental ab Mayrhofen führt mautfrei hinauf nach Hintertux auf rund 1.500 Meter, dem Fuß des Ganzjahresgletschers. Eine ruhige, gut ausgebaute Talstraße als Kontrast zu den Hochmautstrecken, mit den Pässen Tuxertal und Stillupp am Weg.

Stillupgrund und Zillergrund. Zwei mautpflichtige Stichstraßen in enge Seitentäler zu den Stauseen: der Stillup-Stausee auf rund 1.116 Metern und der Zillergrund-Stausee deutlich höher. Beide sind Sackgassen – hinauf und auf gleichem Weg zurück. Die genauen Maut-Tarife schwanken je nach Quelle und sollten an der Mautstelle geprüft werden.

Bikertreffs und Talknotenpunkte

  • Mayrhofen – das touristische Herz im Talschluss, Drehscheibe zu Schlegeis, Tuxertal, Stillup und Zillergrund. Beste Versorgung, viele Cafés und der natürliche Basistreff für die Hochtouren.
  • Zell am Ziller – zentral gelegener Marktort mit der Brauerei Zillertal, Ausgangspunkt für die Gerlos Alpenstraße und Zufahrten zur Höhenstraße.
  • Fügen – Taleingang im Norden mit Schaukäserei, gute erste Tankmöglichkeit nach der Inntalautobahn.
  • Strass im Zillertal – das Tor am Inntal, wo die B169 vom Inntal ins Zillertal abzweigt – Sammelpunkt vor der Tour.
  • Gerlos – Höhenort am Pass, letzter größerer Stopp vor der Salzburger Grenze und den Krimmler Wasserfällen.
  • Hintertux – Talschluss am Gletscher, Wende- und Kaffeepunkt für die Tuxertal-Stichfahrt.
Versorgung

Tankstellen & Versorgung unterwegs

Getankt wird im Zillertal im Talboden, nicht oben an den Mautstraßen. Auf der Höhenstraße, an der Schlegeis Alpenstraße oder im Stillupgrund gibt es keine Säulen – wer hinauffährt, hat die letzte Tankstelle unten im Haupttal hinter sich. Die Faustregel: vor jeder Mautauffahrt im Tal voll machen.

Motorrad auf der alten Gerlosstraße durch grüne Wiesenhänge
Die alte Gerlosstraße über den Ronachweg (1.507 m)

Verlässliche Tankpunkte liegen entlang der B169 im Haupttal: bei Strass und Fügen am Taleingang, in Zell am Ziller in der Mitte und in Mayrhofen vor dem Aufstieg in die Seitentäler. Im oberen Tal Richtung Gerlos dünnt das Netz aus – wer über die Gerlos Alpenstraße ins Salzburger Land weiterfährt, tankt besser noch im Zillertal voll.

Weil die meisten Hochstrecken Stichstraßen sind, rechnet man die Distanz doppelt: Auffahrt plus Rückweg auf derselben Route. Eine bequeme Reichweite von 150 bis 200 Kilometern reicht für jede Tagesetappe locker aus, solange im Haupttal nachgetankt wird. Wichtig für alle Mautstraßen der Region: An den Kassen wird vielfach nur Bargeld akzeptiert – ein paar Scheine und Münzen gehören ins Tankrucksack-Fach.

Einspurig mit Ausweichbuchten: die Fahrweise auf den Zillertaler Mautstraßen

Was die privaten Alpenstraßen des Tals fahrerisch zusammenhält, steht selten in der Streckenbeschreibung: Ein großer Teil der Höhenkilometer läuft einspurig ab. Die Zillertaler Höhenstraße hält sich über weite Strecken schmal am Hang, die Stichstraßen in den Stillupgrund und den Zillergrund sind streckenweise kaum breiter als ein Fahrzeug, und selbst die gut ausgebaute Schlegeis-Route schnürt sich in ihren Tunneln auf eine Spur zusammen. Wer hier zügig fahren will, orientiert sich nicht an der Ideallinie, sondern an der nächsten Ausweichbucht — und an allem, was entgegenkommt.

Begegnungsverkehr und die Ausweichregel

Auf schmalen Bergstraßen hat in Österreich das bergauf fahrende Fahrzeug Vorrang, weil das Anfahren am Steilstück schwerer und heikler ist als das Zurückrollen. Praktisch heißt das: Wer bergab unterwegs ist, hält an der nächsten Bucht und lässt den Gegenverkehr hoch. Vorrang haben zudem Linien- und Versorgungsbusse sowie Almfahrzeuge — auf Schlegeis- und Höhenstraße sind Wander- und Ausflugsbusse regelmäßig unterwegs, und einem vollbesetzten Bus in der Spitzkehre weicht man besser früh aus als im letzten Moment. Angehalten wird in der Bucht, nie mitten in der Kurve; ein Motorrad passt fast überall vorbei, aber nur, wenn es rechtzeitig steht. An den ampelgeregelten Tunneln der Schlegeis-Strecke ordnet die Signalanlage den Wechselverkehr — hier heißt es warten, bis Grün wirklich frei ist, denn im Tunnel gibt es keine Ausweichmöglichkeit.

Bergab ist die eigentliche Prüfung

Weil fast alle Höhenrouten des Zillertals Stichstraßen sind, fährt man jeden Höhenmeter auch wieder hinab — und lange, gleichmäßige Gefällstrecken fordern die Bremse mehr als der Anstieg. Wer die Bremse auf der ganzen Abfahrt schleifen lässt, riskiert nachlassende Wirkung durch Überhitzung. Besser ist konsequente Motorbremse: früh zurückschalten, den Motor drücken lassen und die Bremse nur punktuell vor den Kehren einsetzen. Dazu kommt die Höhe. Auf den obersten Abschnitten ist der Asphalt am Morgen kühl, und die Reifen kommen langsamer auf Temperatur als im warmen Tal. Die ersten Kehren nach dem höchsten Punkt oder nach dem Wendepunkt am Speicher verlangen deshalb Zurückhaltung, bis Gummi und Belag warm sind.

Almstraße über dem Tal: die Stichfahrten der Zillertaler Höhenstraße

Die Zillertaler Höhenstraße ist kein Pass, der irgendwohin hinüberführt, sondern eine Almstraße auf dem Kamm über der Westflanke des Tals. Aus mehreren Talorten klettert je eine Zufahrt hinauf und mündet oben in die durchgehende Höhentrasse — und genau daraus ergibt sich ihr besonderer Charakter fürs Motorrad: Man kann sie in ganzer Länge abfahren, ebenso aber ein Teilstück nehmen und an der nächsten Auffahrt wieder ins Tal abkippen. Wer nur eine Stunde Zeit hat, fährt eine Rampe hoch und die nächste hinunter; wer den ganzen Tag hat, bleibt oben.

Oben zweigen zudem immer wieder kurze Zufahrten zu einzelnen Almen und Bergasthöfen ab — kleine Stichfahrten von der Stichstraße, die sich für einen Einkehr- oder Fotostopp lohnen und danach auf demselben Weg zurück auf den Kamm führen. Diese Abzweige sind schmal und teils steil; man biegt bewusst ein, nicht im Vorbeifahren. Der Reiz liegt im ständigen Wechsel zwischen der offenen Kammfahrt mit weitem Blick auf den Hauptkamm gegenüber und den engen, kurzen Anschlüssen hinauf zu den Höfen.

Für die Planung heißt das: die Auffahrt bewusst wählen. Weil jede Rampe für sich funktioniert, entscheidet der Einstieg über Länge und Steilheit des Wegs nach oben — und darüber, in welchem Talort man am Ende wieder herauskommt. So lässt sich die Höhenstraße als kurzer Abstecher zwischen zwei Nachbarorten fahren oder als lange Kammetappe über die volle Strecke. Für eine Woche im Tal ist beides an verschiedenen Tagen reizvoll, ohne dass sich die Fahrt wiederholt.

Saison und Maut: was vor der Tour geklärt sein muss

Die Höhenrouten des Zillertals sind Sommerstraßen. Höhenstraße, Schlegeis-Strecke und die Speicherstraßen in den Zillergrund und den Stillupgrund sind im Winter gesperrt und öffnen erst, wenn die Schneeräumung durch ist und die Lawinenlage es zulässt — das kann sich von Jahr zu Jahr um Wochen verschieben. Verlässlich ganzjährig befahrbar ist allein die Gerlos-Alpenstraße als Übergang nach Salzburg. Wer am Rand der Saison anreist, im späten Frühjahr oder im Herbst, prüft den Öffnungsstand jeder einzelnen Straße vorab: In den ersten Wochen kann oben noch Schnee in den Kehren und an den Rändern liegen, und ein früher Wintereinbruch schließt die höchsten Abschnitte mitunter schon im Oktober wieder.

Dazu kommt der Tagesrhythmus. Die Mautstellen dieser privaten Straßen haben Betriebszeiten — wer spät dran ist, steht am Abend womöglich vor geschlossener Schranke und kommt nicht mehr hinauf. Für eine Auffahrt am späteren Nachmittag lohnt vorab der Blick auf die Öffnungszeit, damit die Rückfahrt nicht zur Hetzjagd gegen die Uhr wird.

Und schließlich die Bezahlung: Jede dieser Straßen ist ein eigenständiges Mautobjekt mit eigener Gebühr — die österreichische Autobahn-Vignette gilt hier nicht, und wer an einem Tag mehrere Höhenstraßen aneinanderhängt, zahlt jede für sich. An den meisten Kassen ist Bargeld die sichere Wahl; ein paar Scheine und Münzen griffbereit ersparen die Suche nach dem Kartenterminal. Weil Tarife und Öffnungstage bei den Betreibern ohne festes Datum stehen und sich ändern können, gehört der kurze Check der jeweiligen Straße zur Tourvorbereitung — nicht erst an der Schranke.

Fünf fertige Tagesrunden für eine Woche im Zillertal

Die folgenden fünf Runden decken die landschaftlich und fahrerisch lohnendsten Ecken ab. Die Kilometer- und Zeitangaben sind Richtwerte für ein ruhiges Tempo mit Stopps; an den Mautstellen und Aussichtspunkten kommt in der Hochsaison Wartezeit dazu. Mehrere Runden führen über mautpflichtige Straßen, und dort wird bar bezahlt.
1

Zillertaler Höhenstraße

90 km 3:00 h

Die Panorama-Klassikerrunde. Von Zell am Ziller über eine der mautpflichtigen Zufahrten hinauf auf die Zillertaler Höhenstraße, der Serpentinenachse entlang bis zum Melchboden auf rund 2.020 Metern und wieder hinunter ins Tal. Highlight: der weite Blick über das Haupttal auf die Tuxer und Zillertaler Alpen. Einkehr: an einer der Almen entlang der Höhenstraße. Wichtig: Maut 7 Euro Motorrad, nur Bargeld; Saison etwa Mai bis Anfang November.

2

Schlegeis-Stausee und das Zemmtal

70 km 2:30 h

Eine kurze, aber intensive Stichfahrt. Von Mayrhofen durchs Zemmtal über die Schlegeis Alpenstraße mit ihren acht Kehren und vier Natursteintunneln hinauf zum türkisblauen Schlegeis-Stausee auf 1.782 Metern und auf gleichem Weg zurück. Highlight: die 131 Meter hohe Staumauer und der vergletscherte Talschluss. Wichtig: Maut 16 Euro Motorrad, nur Bargeld, ampelgeregelter einspuriger Abschnitt. Einkehr: am Berggasthof an der Staumauer.

3

Gerlospass und die Krimmler Wasserfälle

110 km 3:30 h

Die Genuss-und-Natur-Runde übers obere Tal. Von Zell am Ziller nach Gerlos und über die Gerlos Alpenstraße zum „Biker's Point" mit Blick auf die Krimmler Wasserfälle, weiter ins Salzburger Krimml und zurück. Highlight: die höchsten Wasserfälle Österreichs vom Aussichtspunkt aus. Wichtig: Gerlos Alpenstraße mautpflichtig (rund 9,50 Euro Motorrad), ganzjährig offen. Einkehr: in Gerlos oder am Wasserfall-Parkplatz in Krimml.

4

Tuxertal zum Gletscher

60 km 2:00 h

Die ruhige, mautfreie Talrunde. Von Mayrhofen durchs Tuxertal über Finkenberg, Lanersbach und Hintertux hinauf an den Fuß des Hintertuxer Gletschers auf rund 1.500 Metern und zurück. Highlight: Österreichs einziges Ganzjahres-Skigebiet und der Teufelssteg bei Finkenberg. Einkehr: in einem der Gasthöfe in Lanersbach oder Hintertux. Wichtig: mautfrei, gut für einen halben Tag oder als Vormittagsrunde.

5

Stillupgrund und Zillergrund

80 km 3:00 h

Das stille Stausee-Doppel für Ruhesucher. Von Mayrhofen in den engen Stillupgrund zum Stillup-Stausee und – nach der Rückfahrt – hinauf in den Zillergrund zum dortigen Speichersee, beide als mautpflichtige Sackgassen hin und zurück. Highlight: türkisgrüne Bergseen abseits des Trubels im Hochgebirgs-Naturpark. Wichtig: beide Talstraßen mautpflichtig, Tarife an der Mautstelle prüfen; enge Strecken, langsam fahren. Einkehr: an einer der Almgaststätten an den Stauseen.

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