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Zillertal

Sehenswürdigkeiten im Zillertal

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Kultur & Sagen

Zillertaler Sagen aus den Seitentälern

Die Seitentäler des Zillertals haben eine eigene Erzähltradition hervorgebracht, die bis heute in Ortsnamen und Wegmarken fortlebt. Was folgt, ist Überlieferung – aufgezeichnet aus mündlichen Quellen, nicht aus Chroniken.

Motorrad auf der alten Gerlosstraße durch grüne Wiesenhänge
Die alte Gerlosstraße über den Ronachweg (1.507 m)

Bei Finkenberg am Eingang ins Tuxertal rankt sich um eine alte Brücke über die Schlucht die Sage vom Teufelssteg. Der Überlieferung nach soll der Teufel die Brücke in einer einzigen Nacht gebaut haben – als Lohn forderte er die Seele dessen, der sie als Erster überquert. Die Bewohner überlisteten ihn jedoch und schickten ein Tier voraus, sodass der betrogene Teufel leer ausging. Die Geschichte ähnelt vielen alpinen Teufelsbrücken-Sagen, etwa jener über die Schöllenenschlucht in der Schweiz.

Eng damit verwandt ist die beliebte Bauernschläue-Sage „Ein Zillertaler betrügt den Teufel". In den volkstümlichen Varianten schließt ein Bauer mit dem Teufel einen Pachtvertrag auf die Ernte und teilt die Frucht so listig auf, dass dem Teufel nur das wertlose Kraut bleibt, während der Bauer Korn und Knollen behält. Über Generationen wurden solche Geschichten im Tal weitergegeben, bevor sie im 19. Jahrhundert in die Sammlungen kamen.

Im hinteren Dornaubergtal und im Tuxertal leben außerdem Riesensagen fort – Erzählungen wie „Die Geiner Riesen" oder „Das Riesengrab" berichten von übergroßen Gestalten, die einst in den Bergen gehaust haben sollen. Auch diese Stoffe stammen aus der mündlichen Überlieferung; historische Anhaltspunkte gibt es dafür keine.

Sehenswert

Brauerei, Graukäse und Schnapsbrennerei: Stopps für Regentage im Zillertal

Das Wetter im Zillertal fällt in Tal und Höhe unterschiedlich aus: Im Talboden staut sich im Hochsommer die Wärme, in den Bergen ziehen am Nachmittag Gewitter auf. Zieht es zu, gibt es im Tal genug Ziele unter Dach – die meisten davon haben mit Essen und Trinken zu tun.

Erste Adresse ist die Brauerei Zillertal in Zell am Ziller. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1500 zurück; 2025 feierte sie ihr 525-jähriges Bestehen und befindet sich seit 1678 in Familienbesitz, inzwischen in der 16. Generation. Die Brauerei selbst bezeichnet sich als älteste Privatbrauerei Tirols – ein Besuch mit Verkostung ist der klassische Schlechtwetter-Stopp im mittleren Tal.

Kulinarisch dreht sich im Zillertal vieles um den Tiroler Graukäse, einen fettarmen Sauermilchkäse, der ohne Lab gereift wird und EU-weit als geschützte Ursprungsbezeichnung anerkannt ist. Er ist die Hauptzutat der Zillertaler Krapfen – frittierter Teigtaschen, die traditionell mit einer Mischung aus Kartoffeln, Graukäse, Topfen und Schnittlauch gefüllt werden. Wer die regionale Käseproduktion erleben will, kehrt in der Erlebnissennerei Zillertal bei Mayrhofen oder in der Schaukäserei Fügen ein, beide mit Schaukäserei und Heumilch-Produkten.

Das Tal hat außerdem eine lange Brenn-Tradition: Zahlreiche kleine Edelbrennereien stellen Obst- und Kräuterschnäpse her, vom Tuxertal bis hinauf nach Aschau und Hippach. Eine geführte Verkostung ist der ideale Programmpunkt für einen verregneten Nachmittag – natürlich erst nach der letzten Etappe des Tages, nicht davor.

Vier Talschlüsse hinter Mayrhofen — und warum sich keiner wie der andere fährt

Ab Mayrhofen hört das Zillertal auf, ein Tal zu sein, und wird zu einem Fächer. Vier Äste ziehen nach Süden und Westen in den Hauptkamm hinein, alle vier enden im Nichts oder am Gletscherfuß, und alle vier verlangen eine andere Fahrweise. Wer sie über eine Woche verteilt abfährt, merkt schnell: Das ist kein Wiederholungsprogramm mit wechselnder Kulisse, sondern vier verschiedene Aufgaben.

Zillergrund

Der östliche Ast ist der freundlichste. Er beginnt breit, mit Wiesenboden, Höfen und einer Straße, die noch Platz für Gegenverkehr lässt, und verengt sich erst allmählich. Die Steigung kommt in Portionen: flache Zwischenstücke, dann eine Stufe, dann wieder Laufen lassen. Das macht ihn zum idealen Einrollen am ersten Tag, weil man Kurvenradien und Reifentemperatur aufbauen kann, ohne sofort an Spitzkehren zu kleben. Weit hinten wird es alpin, die Vegetation dünnt aus, die Fahrbahn schmiegt sich an die Hangkante. Die öffentlich befahrbare Strecke endet bei der Bärenbadalm; die Staumauer dahinter gehört zum Kraftwerksbetrieb, nicht zur Tour. Rückweg ist Hinweg — im Zillergrund stört das am wenigsten, weil die Talfahrt mit dem Blick nach Norden die bessere Hälfte ist.

Stillupgrund

Der Gegenentwurf. Der Stillupgrund ist eng, dunkel und über weite Strecken einspurig mit Ausweichbuchten. Hier fährt niemand zügig, und wer es versucht, hat den Charakter der Strecke nicht verstanden. Die Straße klebt am Hang, links Fels, rechts der Absturz zum Bach, Sichtweiten von wenigen Sekunden. Gegenverkehr ist die eigentliche Herausforderung: Almfahrzeuge, Linienbusse, Wanderer auf dem Asphalt. Wer hier unterwegs ist, plant Blickführung bis zur nächsten Ausweichstelle und nicht bis zum Kurvenausgang. Der Lohn ist der stillste Talschluss des Reviers — und eine Strecke, die man mit weniger Tempo intensiver erlebt als jede Passrampe.

Zemmgrund

Der Zemmgrund ist die Zufahrtsachse zum Hochgebirge und fährt sich zweigeteilt. Der untere Abschnitt läuft durch die Schlucht nach Ginzling: schattig, feucht, mit Fels über dem Kopf und Belag, der in den Nordkurven auch bei Sonnenschein länger nass bleibt als erwartet. Oberhalb von Ginzling öffnet sich der Grund, die Straße wird ruhiger, das Gelände weiter — bis am Talknick die Schlegeis-Strecke ansetzt. Der Zemmgrund selbst ist damit weniger Ziel als Vorspann, aber ein Vorspann mit eigenem Reiz: kaum ein anderes Stück im Tal wechselt so schnell zwischen Klamm und Hochtal.

Tuxertal

Das Tuxertal fällt aus der Reihe, weil es kein Talschluss im engeren Sinn ist, sondern eine besiedelte Hochterrasse. Der Einstieg ab Mayrhofen ist die steilste Rampe von allen vier Ästen — eine kurze, ernsthafte Kletterei mit engen Kehren hinauf nach Finkenberg. Danach beruhigt sich alles: Das Tal zieht in gleichmäßiger Steigung westwärts, Ortschaft reiht sich an Ortschaft, die Straße ist breit, ganzjährig geräumt und mautfrei. Genau deshalb ist sie auch die verkehrsreichste der vier — Hotelzubringer, Skibusse und Lieferverkehr sind hier zu jeder Jahreszeit unterwegs. Fahrerisch ist das Tuxertal die Strecke für den Vormittag oder für Tage, an denen die Hochstrecken zu sind: verlässlich offen, ohne Mautstelle, mit dem Gletscher als Fluchtpunkt am Ende.

Die Höhenstraße als Balkon: fünf Auffahrten, ein Kamm

Die Zillertaler Höhenstraße ist kein Pass. Sie überquert nichts, sie verbindet keine zwei Täler, sie führt aus dem Tal hinauf und wieder hinunter — und trotzdem ist sie die Strecke, wegen der viele überhaupt herkommen. Der Grund liegt in ihrer Bauform: Statt einer einzelnen Rampe gibt es mehrere Auffahrten aus dem Talboden, die alle im selben Kammabschnitt hoch über der Westflanke enden. Damit lässt sich das Fahrprofil frei zusammensetzen — hinauf über die eine Zufahrt, den Kamm entlang, hinunter über die nächste. Kein Stück wird zweimal gefahren, obwohl es sich um eine Stichstraße handelt.

Die Auffahrten selbst sind das fahrerisch Anspruchsvollste. Sie steigen kompromisslos durch Wald, mit engen Kehren, unübersichtlichen Kuppen und Belagswechseln dort, wo Forst- und Almwege einmünden. Wer eine dieser Rampen zum ersten Mal fährt, sollte die Trägheit des beladenen Motorrads einkalkulieren: In den Spitzkehren geht es hinauf wie hinunter um sauberes Anbremsen und einen einzigen, entschlossenen Zug — Korrigieren mitten in der Kehre ist hier unangenehm.

Oben ändert sich das Wesen der Straße komplett. Der Kammabschnitt ist schmal, offen und ohne Bäume, die Trasse folgt der Geländekante in langen Wellen. Blicken darf man dort trotzdem nur an den Ausweichstellen und Parkbuchten, denn zwischen Almvieh, Wanderern, Radfahrern und entgegenkommenden Fahrzeugen bleibt die Fahrbahnbreite die Konstante, die alles bestimmt. Viehgitter im Asphalt, Wasserrinnen quer zur Fahrtrichtung und die Verschmutzung nach Almabtrieben oder Regen gehören zum Standardprogramm. Wer diese Strecke einmal in beide Richtungen fährt, hat für das Tempoempfinden im ganzen Revier eine Eichmarke.

Schlegeis: Tunnelkette, Kaltluft und die letzte Rampe

Die Auffahrt zum Schlegeisspeicher ist die technisch eigenwilligste Strecke im Zillertal. Ab dem Talknick oberhalb von Ginzling arbeitet sich die Straße in Kehren an der Flanke hoch, und dazwischen liegen die Tunnel — grob aus dem Fels geschlagen, einspurig, unbeleuchtet und nass. Der Wechsel von grellem Sonnenlicht in die Röhre und wieder heraus ist der eigentliche Prüfstein: Ein getöntes Visier oder eine verschmutzte Scheibe kostet in diesen Sekunden die komplette Sicht. Vor den Tunneln wird der Verkehr geregelt, weil kein Gegenverkehr passt; darauf richtet man sich besser ein, statt in der Kolonne zu drängeln. Reisebusse fahren dieselbe Strecke, und sie brauchen die volle Breite.

Bemerkenswert ist die Verteilung der Steigung. Die Straße nimmt Höhe nicht gleichmäßig auf, sondern spart den steilsten Teil für die Schlussrampe unmittelbar vor dem Speicher auf. Wer schwer beladen oder zu zweit unterwegs ist, merkt dort deutlich, wie stark die Höhe die Motorleistung bereits gedrückt hat — ein Gang tiefer als gedacht ist die Regel, nicht die Ausnahme. Der Rückweg stellt die umgekehrte Frage: Ein langer, steiler Abstieg auf schmaler Fahrbahn frisst Bremsen, wenn man sich nicht früh in einen niedrigen Gang zwingt und den Motor mitarbeiten lässt.

Oben an der Staumauer weht fast immer Wind, und die Luft über dem Speicher ist spürbar kälter als in der Kehre eine Minute zuvor. Das nasse Kaltluftpolster hält den Asphalt am Talschluss länger feucht als anderswo — beim Wiederanfahren nach dem Fotostopp lohnt Zurückhaltung, gerade wenn die Reifen währenddessen ausgekühlt sind.

Gerlos: die einzige Tür nach Osten

Alles im Zillertal endet in einer Sackgasse — außer dem Weg über Gerlos. Ab Zell am Ziller verlässt die Straße den Talboden und klettert an der Ostflanke hinauf, und dieser erste Abschnitt ist der ruppigste des ganzen Übergangs: kurze Kehren, wechselnde Steigung, Ortsdurchfahrten mit Abbiegeverkehr. Oben angekommen, wird der Charakter ein völlig anderer. Das Gerlostal ist eine weite, hochgelegene Mulde, die Straße läuft mit großen Radien darin entlang, vorbei am Speicher Durlaßboden bis zur Landesgrenze. Hier ist zügiges Rollen erlaubt, ohne dass man dauernd am Bremshebel hängt.

Der Abschnitt nach Salzburg hinein ist als Alpenstraße gebaut und fährt sich entsprechend: großzügige Kurvenfolgen, saubere Übersicht, ein Belag, der planmäßig instand gehalten wird. Der Abstieg zur Krimmler Talstufe ist die schönste Passage des Übergangs, weil sich der Blick über hunderte Höhenmeter nach Osten öffnet. Für die Tourenplanung ist Gerlos der strategische Punkt schlechthin: Nur über ihn lässt sich das Zillertal mit dem Pinzgau, dem Oberpinzgau und allem, was dahinter liegt, zu einer Rundtour verbinden. Wer das Tal als Standquartier nutzt und trotzdem jeden Tag etwas Neues sehen will, fährt Gerlos früher oder später zwangsläufig — und meist mehrfach.

Der Talboden: Transitachse, kein Fahrspaß

Zwischen dem Inntal und Mayrhofen liegt eine der am stärksten belasteten Talstraßen Tirols, und daran ändert auch die beste Reiseplanung nichts. Die Ursache ist die Geografie: Es gibt genau eine durchgehende Achse, und über sie läuft alles — Pendler, Hotelgäste, Baustellen- und Lieferverkehr, dazu der komplette Freizeitverkehr eines Tals mit sehr hoher Bettenzahl. Ortsdurchfahrt reiht sich an Ortsdurchfahrt, dazwischen Kreisverkehre, Abbieger und die Bahnübergänge der Schmalspurbahn, die den Talboden parallel begleitet.

In der Praxis: Den Talboden behandelt man als Anfahrt, nicht als Teil der Tour. Wer die interessanten Strecken früh am Tag ansteuert, fährt gegen den Strom; ab dem späten Vormittag steht man in Zell oder Kaltenbach zwischen Wohnmobilen. Besonders zäh ist der Samstag mit dem Bettenwechsel, und an Regentagen verlagert sich der Autoverkehr geschlossen auf die Talstraße. Zwei Konsequenzen für die Routenwahl: erstens die Zufahrt zur Höhenstraße möglichst weit vorne im Tal nehmen und den Rest der Strecke oben zurücklegen statt unten; zweitens Tankstopps und Einkäufe in den Talorten außerhalb der Stoßzeiten erledigen, weil man sonst zweimal durch dieselbe Kolonne muss.

Kurze Saison: das Zeitfenster der Hochstrecken

Die Strecken, die dieses Revier ausmachen, liegen fast alle in Höhenlagen, in denen die Fahrsaison nur einen Teil des Jahres umfasst. Die Speicher- und Kammstraßen werden im Frühjahr freigeräumt, sobald Schneelage und Lawinensituation es zulassen — ein fixes Datum gibt es dafür nicht, die Öffnung verschiebt sich von Jahr zu Jahr um Wochen. Wer im Frühsommer anreist, prüft den Status jeder einzelnen Mautstrecke, bevor er die Tagesrunde festlegt, und hält eine tiefer gelegene Alternative bereit. Das Tuxertal ist genau dafür der Rückfall: durchgehend offen, unabhängig von der Räumung der Höhenstraßen.

Auch innerhalb der Saison ist das Fenster enger, als es aussieht. Die Mautstellen sind nicht rund um die Uhr besetzt, und einzelne Abschnitte werden über Nacht geschlossen — abendliche Spätfahrten hinauf zum Kamm oder an den Speicher plant man deshalb besser gar nicht erst ein. Im Frühherbst kommt die Nachtkälte dazu: Auf den Hochlagen kann der Asphalt in den Schattenkurven am Morgen noch überfroren sein, während im Talboden längst zweistellige Temperaturen herrschen. Die ersten Neuschneefälle in den Hochlagen beenden die Saison meist abrupt, oft noch vor dem eigentlichen Ende der ausgeschilderten Öffnungszeit.

Für die Planung ergibt sich daraus eine simple Reihenfolge: Zuerst prüft man, welche Hochstrecken befahrbar sind, dann legt man den Tag darum herum. Genau diese Abhängigkeit von wenigen, saisonal begrenzten Höhenstrecken ist der Preis dafür, dass hier auf so kleinem Raum so viel Höhenmeter erreichbar ist.

Schlegeis, Krimmler Wasserfälle und Hintertuxer Gletscher: die Ziele am Weg

Die lohnendsten Ziele des Zillertals liegen direkt an den Hauptachsen oder an deren Ende. Fahren und Besichtigen lassen sich hier deshalb ohne größere Umwege verbinden.

Das spektakulärste Fahrziel ist der Schlegeis-Stausee am Ende der Schlegeis Alpenstraße. Auf 1.782 Metern staut eine 131 Meter hohe Bogenmauer mit 725 Metern Kronenlänge das türkisblaue Wasser; die 13,3 Kilometer lange Auffahrt mit ihren acht Kehren und vier Natursteintunneln ist selbst schon das Erlebnis. Oben lässt sich über die Staumauer laufen, der Blick reicht tief in den vergletscherten Talschluss.

Am Gerlospass liegt mit dem Aussichtspunkt „Biker's Point" einer der schönsten Fotostopps der Region: Von der Gerlos Alpenstraße fällt der Blick direkt hinüber zu den Krimmler Wasserfällen, mit 380 Metern Gesamtfallhöhe über drei Stufen die höchsten Wasserfälle Österreichs. Sie liegen knapp jenseits der Salzburger Grenze und lassen sich gut in eine Gerlos-Runde einbauen.

Wer das Ganzjahres-Erlebnis sucht, fährt durchs Tuxertal hinauf nach Hintertux: Der Hintertuxer Gletscher ist Österreichs einziges Skigebiet, das an 365 Tagen im Jahr geöffnet ist, und reicht bis auf rund 3.250 Meter. Auch im Hochsommer liegt hier oben Schnee – ein eigenartiger Kontrast nach der warmen Talfahrt.

Ein Klassiker für gemütliche Tage ist die Zillertalbahn, eine 32 Kilometer lange Schmalspurbahn von Jenbach nach Mayrhofen mit 760 Millimetern Spurweite. Auf der Strecke verkehrt ein historischer Nostalgie-Dampfzug, der gemächlich durchs Tal tuckert – ein lohnendes Motiv für ein Foto vom Straßenrand.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Schlegeisspeicher (Schlegeis Stausee)

Türkisblauer Stausee auf 1782 m vor der Kulisse des Zillertaler Hauptkamms - einer der lohnendsten Fotostopps des Tals, direkt an der 131 m hohen Staumauer.

Anfahrt
Schlegeis Alpenstraße (Maut), 16 km ab Ginzling hinter Mayrhofen; einspurige, ampelgeregelte Tunnel, Sackgasse am See.
Motorrad-Parken
Große Parkflächen direkt an der Staumauer; für Motorräder unkritisch, Platz am Rand der Kfz-Plätze.
Öffnungszeiten
Frei zugänglich; Mautstraße witterungsabhängig meist Mitte Mai bis Ende Oktober, Fahrzeuge bis 3,60 m Höhe.
Höhe/Aussicht
1782 m ü. A. (Seespiegel); Staumauer 131 m hoch
Kehren der Zillertaler Höhenstraße durch bewaldete Hänge

Zillertaler Höhenstraße

Panorama-Mautstraße hoch über der Westflanke des Tals, über weite Strecken oberhalb der Baumgrenze, mit fast durchgehendem Blick auf Talboden und Grenzkamm. Zahlreiche Almen als Rast- und Aussichtspunkte.

Anfahrt
Fünf mautfreie Zufahrten von je rund 8 km (u. a. ab Ried, Kaltenbach, Ramsau, Aschau, Zellberg) auf den knapp 20 km langen Mautabschnitt.
Motorrad-Parken
Aussichts- und Almparkplätze entlang der Strecke; Trasse überwiegend einspurig mit Ausweichstellen, daher nur an markierten Buchten halten.
Öffnungszeiten
Mautstraße; in der schneefreien Zeit befahrbar, meist Frühsommer bis Herbst.
Höhe/Aussicht
höchster Punkt 2133 m; Kammabschnitt überwiegend 1700-2100 m

Hintertuxer Gletscher

Ganzjahres-Skigebiet am Talschluss des Tuxertals; per Gletscherbahn erreichbar ist der Natur Eis Palast, ein begehbarer Gletscherspalt rund 25 m unter der Oberfläche.

Anfahrt
Tuxertal westwärts ab Mayrhofen bis Hintertux; dort endet die Straße am Fuß des Gletschers.
Motorrad-Parken
Gebührenpflichtige Parkplätze an der Talstation der Gletscherbahn in Hintertux; Motorrad-Stellplätze vorhanden.
Öffnungszeiten
Gletscherbahnen ganzjährig in Betrieb; Natur Eis Palast täglich, Zeiten saisonabhängig - vorab prüfen.
Höhe/Aussicht
Talort Hintertux 1500 m; Gletscher/Bergstation bis rund 3250 m (Gefrorene Wand)

Krimmler Wasserfälle

Mit 380 m Gesamtfallhöhe in drei Stufen (145/100/140 m) die höchsten Wasserfälle Österreichs, im Nationalpark Hohe Tauern - der klassische Zielpunkt einer Gerlospass-Runde.

Anfahrt
Über den Gerlospass bzw. die Gerlos Alpenstraße (B165) von Zell am Ziller ostwärts nach Krimml im Salzburger Pinzgau.
Motorrad-Parken
Gebührenpflichtige Parkplätze in Krimml am Eingang zum Wasserfallweg; Motorrad-Parken vorhanden.
Öffnungszeiten
Wasserfallweg gegen Wegerhalte-Gebühr (2025: 9 €) begehbar, in der schneefreien Saison; freier Blick von unten ganzjährig.
Höhe/Aussicht
380 m Gesamtfallhöhe in drei Kaskaden

Zillergrund & Speicher Zillergründl

18 km Mautstraße in einen der wildesten Gründe des Tals bis zur Bärenbadalm; darüber staut die 186 m hohe Bogenstaumauer den Speicher Zillergründl auf 1850 m - ruhiger Kontrast zum belebten Schlegeis.

Anfahrt
Zillergrund-Mautstraße ab Mayrhofen ostwärts; Kfz-Verkehr bis zum Parkplatz Bärenbadalm, danach Sackgasse.
Motorrad-Parken
Parkplatz an der Bärenbadalm am Ende der öffentlichen Straße; für Motorräder unkritisch.
Öffnungszeiten
Frei zugänglich (Mautstraße); ab Bärenbad im Sommer Linienbus/Shuttle zur Staumauer.
Höhe/Aussicht
Speicher Zillergründl 1850 m ü. A.; Bogenstaumauer 186 m hoch

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